BRD und DDR im Kalten Krieg

BRD und DDR im Kalten Krieg

Dieser Abschnitt behandelt die Nachkriegszeit und die Teilung Deutschlands in Ost und West. Verstehen Sie die politischen und sozialen Entwicklungen, die zur Gründung der BRD und der DDR führten und die Herausforderungen dieser geteilten Nation.

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Wer war Konrad Adenauer?

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Konrad Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er stand für Westbindung, Aussöhnung mit Frankreich, europäische Integration und die Eingliederung der Bundesrepublik in die NATO 1955.

Was bedeutete die Westbindung?

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Die Westbindung war der politische Kurs Adenauers, die Bundesrepublik fest in das westliche Bündnissystem zu integrieren. Dazu gehörten der NATO-Beitritt 1955, die europäische Einigung und die Aussöhnung mit Frankreich. Sie stand im Gegensatz zu Forderungen nach Neutralität.

Was war die SED?

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Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands entstand 1946 durch die Zwangsvereinigung von KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone. Sie war die Staatspartei der DDR und herrschte bis 1989 diktatorisch. Wichtige Führer waren Walter Ulbricht und Erich Honecker.

Was war der 17. Juni 1953?

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Am 17. Juni 1953 kam es in der DDR zu einem Volksaufstand. Arbeiter protestierten gegen erhöhte Arbeitsnormen, schnell weiteten sich die Proteste zu Forderungen nach Freiheit und Wiedervereinigung. Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand nieder. In der Bundesrepublik war der Tag lange Nationalfeiertag.

Warum wurde die Berliner Mauer gebaut?

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Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 errichtet, um die massenhafte Flucht von DDR-Bürgern in den Westen zu stoppen. Bis dahin waren über zweieinhalb Millionen Menschen geflohen. Die Mauer wurde zum Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges.

Was war die Stasi?

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Die Stasi, das Ministerium für Staatssicherheit, war der Geheimdienst der DDR. Sie überwachte die eigene Bevölkerung mit einem Netz aus etwa 90.000 hauptamtlichen und rund 180.000 inoffiziellen Mitarbeitern. Sie gilt als einer der effektivsten Überwachungsapparate der Geschichte.

Was war die Ostpolitik Willy Brandts?

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Die Ostpolitik war die neue Entspannungspolitik gegenüber Osteuropa und der DDR unter Bundeskanzler Willy Brandt ab 1969. Unter dem Motto Wandel durch Annäherung wurden Verträge mit der Sowjetunion, Polen und der DDR geschlossen. Sie entspannte das Verhältnis beider deutscher Staaten.

Was war der Kniefall von Warschau?

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Am 7. Dezember 1970 kniete Bundeskanzler Willy Brandt spontan vor dem Mahnmal des Warschauer Ghettos nieder. Die Geste wurde zum Symbol der Aussöhnung mit Polen und der Auseinandersetzung Deutschlands mit der NS-Vergangenheit.

Was war der Grundlagenvertrag?

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Der Grundlagenvertrag von 1972 regelte das Verhältnis zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Beide Staaten erkannten sich als souveräne Staaten an, ohne dass die Bundesrepublik die DDR völkerrechtlich als Ausland betrachtete. Er war ein Kernstück der Ostpolitik.

Was war die Planwirtschaft in der DDR?

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Die Planwirtschaft war das zentral gelenkte Wirtschaftssystem der DDR. Produktion, Preise und Löhne wurden vom Staat festgelegt, meist in Fünfjahresplänen. Sie galt als ineffizient, führte zu Mangelwirtschaft und blieb wirtschaftlich weit hinter der Bundesrepublik zurück. ---