Friedliche Revolution und Wiedervereinigung

Friedliche Revolution und Wiedervereinigung

Hier lernen Sie die Ereignisse der friedlichen Revolution in der DDR und die anschließende Wiedervereinigung Deutschlands kennen. Entdecken Sie, wie der Wunsch nach Freiheit und Einheit die gesellschaftlichen Strukturen veränderte und zur heutigen deutschen Identität führte.

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Nortren·

Was war die Friedliche Revolution?

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Die Friedliche Revolution bezeichnet den gewaltlosen Umsturz in der DDR 1989. Massendemonstrationen, Ausreisewelle und der Druck der Bürgerrechtsbewegung führten zum Fall der Mauer und zum Ende der SED-Diktatur. Ihr Symbol ist der Ruf Wir sind das Volk.

Was waren die Montagsdemonstrationen?

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Die Montagsdemonstrationen waren friedliche Protestkundgebungen in der DDR, vor allem in Leipzig ab Herbst 1989. Aus den Friedensgebeten der Nikolaikirche entstanden Demonstrationen mit zuletzt hunderttausenden Teilnehmern. Sie brachten das SED-Regime ins Wanken.

Wann fiel die Berliner Mauer?

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Die Berliner Mauer fiel am 9. November 1989. Nach einer missverständlichen Pressekonferenz von SED-Funktionär Günter Schabowski stürmten Ost-Berliner die Grenzübergänge. Die Grenzsoldaten öffneten die Mauer ohne Schussbefehl. Der Tag gilt als Symbol des Endes der Teilung.

Welche Rolle spielte Michail Gorbatschow?

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Michail Gorbatschow war seit 1985 Generalsekretär der KPdSU und führte mit Glasnost und Perestroika Reformen in der Sowjetunion ein. Er verzichtete auf militärische Interventionen in den Ostblockstaaten und ermöglichte damit die Friedliche Revolution und die deutsche Wiedervereinigung.

Was war der Zwei-plus-Vier-Vertrag?

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Der Zwei-plus-Vier-Vertrag vom 12. September 1990 wurde zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich geschlossen. Er regelte die außenpolitischen Bedingungen der Wiedervereinigung und gab Deutschland die volle Souveränität zurück.

Wann erfolgte die deutsche Wiedervereinigung?

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Die deutsche Wiedervereinigung erfolgte am 3. Oktober 1990. An diesem Tag trat die DDR durch Beitritt nach Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik bei. Der 3. Oktober ist seither der Tag der Deutschen Einheit und nationaler Feiertag.

Was war die Währungsunion 1990?

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Die Währungsunion trat am 1. Juli 1990 in Kraft. Die D-Mark wurde Zahlungsmittel in der DDR. Löhne und kleinere Sparguthaben wurden eins zu eins, größere Beträge zwei zu eins umgetauscht. Die Währungsunion bereitete die politische Einheit wirtschaftlich vor.

Wer war Helmut Kohl?

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Helmut Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er gilt als Kanzler der Einheit, weil unter seiner Regierung 1990 die Wiedervereinigung Deutschlands vollzogen wurde. Er trieb zudem die europäische Integration und die Einführung des Euro voran.

Welche Folgen hatte die Wiedervereinigung für Ostdeutschland?

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Die Wiedervereinigung brachte politische Freiheit und Marktwirtschaft, aber auch massive wirtschaftliche Umbrüche. Viele Betriebe wurden durch die Treuhandanstalt abgewickelt, die Arbeitslosigkeit stieg stark. Der Aufbau Ost mit hohen Transferleistungen dauerte über Jahrzehnte an.