Nachkriegszeit und Teilung Deutschlands

Nachkriegszeit und Teilung Deutschlands

Dieser Abschnitt behandelt die Nachkriegszeit und die Teilung Deutschlands in Ost und West. Verstehen Sie die politischen und sozialen Entwicklungen, die zur Gründung der BRD und der DDR führten und die Herausforderungen dieser geteilten Nation.

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Nortren·

Was war die Potsdamer Konferenz?

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Die Potsdamer Konferenz fand vom 17. Juli bis 2. August 1945 statt. Die Siegermächte USA, Sowjetunion und Großbritannien trafen sich, um die Ordnung Nachkriegsdeutschlands zu regeln. Beschlossen wurden Entnazifizierung, Demokratisierung, Entmilitarisierung und Dezentralisierung, die sogenannten vier Ds.

Was waren die vier Besatzungszonen?

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Nach 1945 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen geteilt: die amerikanische, britische, französische und sowjetische Zone. Berlin wurde ebenfalls in vier Sektoren aufgeteilt, obwohl es inmitten der sowjetischen Zone lag.

Was war die Berlin-Blockade?

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Die Berlin-Blockade dauerte von Juni 1948 bis Mai 1949. Die Sowjetunion sperrte alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin. Die Westalliierten versorgten die Stadt mit der Berliner Luftbrücke. Die Blockade scheiterte und vertiefte die Teilung Deutschlands.

Was war die Berliner Luftbrücke?

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Die Berliner Luftbrücke war die Versorgung West-Berlins durch amerikanische und britische Flugzeuge während der Blockade von 1948 bis 1949. Die sogenannten Rosinenbomber flogen rund um die Uhr Lebensmittel, Kohle und Medikamente in die Stadt.

Wann wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet?

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Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes gegründet. Sie umfasste die drei westlichen Besatzungszonen. Erster Bundeskanzler wurde Konrad Adenauer von der CDU.

Wann wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet?

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Die Deutsche Demokratische Republik wurde am 7. Oktober 1949 in der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Sie war ein sozialistischer Staat unter Führung der SED und blieb bis zur Wiedervereinigung 1990 bestehen.

Was ist das Grundgesetz?

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Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Es trat am 23. Mai 1949 in Kraft. Es sollte ursprünglich provisorisch sein, wurde aber nach der Wiedervereinigung 1990 zur gesamtdeutschen Verfassung. Die Grundrechte bilden den ersten Abschnitt.

Was war die Währungsreform von 1948?

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Die Währungsreform vom 20. Juni 1948 ersetzte in den Westzonen die Reichsmark durch die Deutsche Mark. Sie gilt als Startschuss des Wirtschaftswunders. Die Sowjetunion reagierte mit der Berlin-Blockade und einer eigenen Währungsreform in ihrer Zone.

Was war das Wirtschaftswunder?

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Das Wirtschaftswunder bezeichnet den raschen wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik in den 1950er Jahren. Ursachen waren die Soziale Marktwirtschaft Ludwig Erhards, der Marshall-Plan und die Aufbauleistung. Vollbeschäftigung und steigender Wohlstand prägten die Zeit. ---