In diesem Abschnitt werden die Weimarer Republik und der Aufstieg des Nationalsozialismus behandelt. Lernen Sie die Herausforderungen und Krisen dieser Zeit kennen, die schließlich zur Errichtung einer totalitären Diktatur führten.
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Nortren·
Wann kam Hitler an die Macht?
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Adolf Hitler wurde am 30. Januar 1933 von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Dieser Tag gilt als Machtergreifung oder Machtübernahme und markiert den Beginn der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland.
Was war der Reichstagsbrand?
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Der Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 zerstörte das Reichstagsgebäude. Die Nationalsozialisten machten Kommunisten verantwortlich und nutzten den Brand zur Reichstagsbrandverordnung, die Grundrechte außer Kraft setzte und die Verfolgung politischer Gegner ermöglichte.
Was war das Ermächtigungsgesetz?
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Das Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 erlaubte der Reichsregierung, Gesetze ohne Zustimmung des Reichstags zu erlassen. Es ist die zentrale juristische Grundlage der NS-Diktatur. Nur die SPD stimmte dagegen, die KPD war bereits verboten.
Was bedeutete Gleichschaltung?
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Gleichschaltung bezeichnet die systematische Anpassung aller gesellschaftlichen Bereiche an die nationalsozialistische Ideologie ab 1933. Parteien wurden verboten, Länder entmachtet, Gewerkschaften aufgelöst und Medien sowie Kultur gleichgeschaltet. Oppositionelle Strukturen wurden zerstört.
Was waren die Nürnberger Gesetze?
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Die Nürnberger Gesetze vom 15. September 1935 waren rassistische Gesetze gegen Juden. Sie bestanden aus dem Reichsbürgergesetz und dem Blutschutzgesetz. Juden wurden entrechtet, Ehen und Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden verboten. Sie legten die Grundlage für die weitere Verfolgung.
Was war die Reichspogromnacht?
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Die Reichspogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 war ein reichsweites Pogrom gegen Juden. Synagogen brannten, jüdische Geschäfte wurden zerstört, tausende Juden verhaftet und dutzende ermordet. Sie markiert den Übergang von der Entrechtung zur offenen Gewalt.
Was war die Wannsee-Konferenz?
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Die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942 diente der organisatorischen Abstimmung der Endlösung der Judenfrage. Hohe NS-Funktionäre unter Leitung Reinhard Heydrichs koordinierten die systematische Deportation und Ermordung der europäischen Juden.
Was war der Holocaust?
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Der Holocaust oder die Schoah war der systematische Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland zwischen 1941 und 1945. Er wurde in Vernichtungslagern wie Auschwitz-Birkenau industriell durchgeführt.
Wann begann der Zweite Weltkrieg?
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Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen. Großbritannien und Frankreich erklärten daraufhin am 3. September Deutschland den Krieg. Der Krieg endete in Europa am 8. Mai 1945.
Was war der Hitler-Stalin-Pakt?
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Der Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939 war ein Nichtangriffsvertrag zwischen NS-Deutschland und der Sowjetunion. Ein geheimes Zusatzprotokoll teilte Osteuropa in Einflusssphären. Der Pakt ermöglichte den Überfall auf Polen und wurde 1941 durch den deutschen Angriff auf die UdSSR gebrochen.
Was war die Schlacht von Stalingrad?
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Die Schlacht von Stalingrad dauerte von Sommer 1942 bis zum 2. Februar 1943. Die deutsche 6. Armee wurde eingekesselt und kapitulierte. Sie gilt als militärische und psychologische Wende des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront.
Was war der 20. Juli 1944?
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Am 20. Juli 1944 verübte Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit Mitverschwörern des militärischen Widerstands ein Attentat auf Hitler im Führerhauptquartier Wolfsschanze. Hitler überlebte, die Beteiligten wurden hingerichtet. Der Tag symbolisiert den deutschen Widerstand gegen die NS-Diktatur.
Wann endete der Zweite Weltkrieg in Europa?
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Der Zweite Weltkrieg in Europa endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. Dieser Tag wird als Tag der Befreiung bezeichnet und markiert das Ende der NS-Herrschaft.
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